Naturhistorisches Museum, Wien, Österreich

Das Naturhistorische Museum ist ein großes Naturhistorisches Museum in Wien, Österreich. Das Naturhistorische Museum in Wien (NHM) ist eines der bedeutendsten Museen Österreichs mit rund 30 Millionen Sammlungsobjekten und eines der größten Museen Österreichs. Die Website des Museums bietet einen Überblick in Form einer virtuellen Tour.

Die frühesten Sammlungen von Artefakten des Museums wurden vor über 250 Jahren begonnen. Heute umfasst seine Sammlung 8.700 Quadratmeter. Ab 2011 beherbergt das Museum etwa 30 Millionen Objekte und die Zahl wächst. Hinter den Kulissen bilden Sammlungen mit rund 25 Millionen Exemplaren und Artefakten die wesentliche Grundlage für die Arbeit von über 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen eine breite Palette von Themen von den Ursprüngen des Sonnensystems über die Evolution von Tieren und Pflanzen bis zur menschlichen Evolution sowie prähistorische Traditionen und Bräuche.

Das Museum beherbergt weltberühmte und einzigartige Objekte wie die 29.500 Jahre alte Venus von Willendorf, die vor über 200 Jahren ausgestorbene Stellersche Seekuh und riesige Dinosaurierskelette. Weitere Höhepunkte in den 39 Ausstellungshallen sind die weltweit größte und älteste öffentliche Sammlung von Meteoriten, darunter der spektakuläre Mars von Tissint, sowie die neue permanente anthropologische Ausstellung über die Entstehung und Entwicklung des Menschen. Die Zeit steht jedoch nicht still. Aus diesem Grund wurde anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Museums ein neues digitales Planetarium mit Fulldome-Projektionstechnologie eröffnet, das neuen Besuchern die Möglichkeit bietet, faszinierende virtuelle Reisen in erstaunlichen wissenschaftlichen Details an den Rand der Milchstraße oder des Saturns zu unternehmen Ringe. Die Abteilungen des Museums beherbergen rund 60 Wissenschaftler, die Grundlagenforschung in einem breiten Spektrum von Geowissenschaften, Lebenswissenschaften und Humanwissenschaften betreiben. Damit ist das Museum eine wichtige öffentliche Einrichtung und eines der größten außeruniversitären Forschungszentren in Österreich.

Das Museum ist in folgende Abteilungen unterteilt, die von wissenschaftlichen Direktoren geleitet werden:
Anthropologische Abteilung
Archiv für Wissenschaftsgeschichte
Botanische Abteilung
Geologische und paläontologische Abteilung
Abteilung für Karst- und Höhlenwissenschaften
Mineralogische Petrographische Abteilung
Abteilung für Ökologie
Prähistorische Abteilung
1. Zoologische Abteilung (Wirbeltier) mit molekularer systematischer Untersuchungsstelle
2. Zoologische Abteilung (Insekten) mit großer zoologischer Vorbereitung
3. Zoologische Abteilung (wirbellose Tiere)

Anthropologische Abteilung:
Die Anthropologie-Dauerausstellung wurde von Grund auf nach der Schließung der ehemaligen “Rassenhalle” 1996 konzipiert und im Januar 2013 eröffnet. Sie widmet sich der Evolution der Hominiden und dem Entstehungsprozess des Menschen. In den Räumen 14 und 15 sind zwei Hauptthemen: der aufrechte Gang und die Gehirnrevolution. Ausgehend von den nächsten lebenden Verwandten, den menschlichen Affen, wird die Entwicklung des modernen menschlichen Homo sapiens, angepasst an verschiedene Naturräume, mit mehreren paläoanthropologischen Themenblöcken bis in die Jungsteinzeit dargestellt. Die Entwicklung wird nicht nur als (vor-) historischer und biologischer Prozess dargestellt, sondern betont auch die kulturelle Entwicklung als wesentlichen Bestandteil der Inkarnation.

Botanische Abteilung:
Die Sammlungen stammen ursprünglich zu einem großen Teil aus eigenen Expeditionsreisen, aber schon seit Jahrzehnten aus einem regen Austausch mit internationalen Partnerinstitutionen. Der geografische Schwerpunkt der Sammlungen liegt in Europa in den Gebieten der ehemaligen österreichisch-ungarischen Monarchie, Mitteleuropa, sowie im gesamten Mittelmeerraum, insbesondere Griechenland und der Türkei. Die Zentren des Interesses an der Sammlung auf dem asiatischen Kontinent sind der Orient, der Kaukasus und das Gebiet von Flora Iranica (iranisches Hochland und benachbarte Regionen). Von Afrika stammen die Sammlungen hauptsächlich aus Tunesien, Ost- und Zentralafrika sowie aus dem Kapgebiet. Sampling-Kerngebiete in Südamerika sind vor allem Brasilien, Argentinien und Chile. Auch die botanische Abteilung des Naturhistorischen Museums in Wien bewahrt zahlreiche Dokumente aus Australien und Neuseeland.

Geologische und paläontologische Abteilung:
In Raum 7 des Museums wird hauptsächlich das Erdzeitalter präsentiert. Einer der Höhepunkte dieses Raumes ist beispielsweise der rekonstruierte künstliche Kohlenstoffwald. In diesem sind ursprüngliche und wahre Tiermodelle zu finden, die damals (vor mehr als 300 Millionen Jahren) existierten. Dazu gehören unter anderem riesige Loben wie Meganeura. Zu erwähnen ist auch das Diorama eines Riffs aus dem Silur.

Abteilung für Karst und Höhlen:
Heute existiert die naturwissenschaftliche Abteilung für Karst- und Höhlenforschung im Naturhistorischen Museum in Wien und ist historisch in die ehemalige Abteilung für Höhlenschutz des Bundesdenkmalamtes zurückgekehrt, die 1979 dem NHM Wien unterstellt war Abteilung widmet sich der wissenschaftlichen Erforschung und dem Schutz von Höhlen und Karstgebieten. Höhlen sind geologische Phänomene und wertvolle Archive der Natur und der Menschheitsgeschichte. Karstgebiete sind spezifische Landschaftstypen, die auf der Löslichkeit von Gesteinen beruhen und Höhlen und unterirdische Entwässerungssysteme enthalten. Neben der wissenschaftlichen Bedeutung dieser Landschaft haben die Karstgebiete eine immense Bedeutung für die Trinkwasserversorgung der Bevölkerung.

Mineralogische Petrographische Abteilung:
Die Meteoriten-Sammlung des Naturhistorischen Museums ist die älteste Sammlung der Welt (1778) und die größte Sammlung von Gelehrten und ist eine der größten der Welt, mit mehr als 7.000 inventarisierten Stücken von historisch und wissenschaftlich wichtigen Meteoriten. Der Museumsdirektor Christian Köberl ist selbst ein renommierter Wirkungsforscher. Kurator der Meteoriten-Sammlung ist Franz Brandstätter. Von Februar bis November 2012 wurde die Meteoritenhalle (Halle V) wegen Renovierung und Umbau geschlossen. Seit der Wiedereröffnung am 14. November 2012 wurden rund 1100 Objekte ausgestellt (bisher ca. 2200), aber es werden wesentlich mehr Informationen zum Thema allgemeine und individuelle Exponate angeboten. Im Juni 2013 erhielt das NHM drei weitere Proben von Mondfelsen als langfristiges Darlehen.

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